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netpolicy [19.03.2012] (aktuell)
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 +====== Netzwerkordnung ======
 +\\
 +=== Präambel ===
 +
 +Die Universität und das Studentenwerk möchten allen Studenten des Wohnheims ​
 +ermöglichen,​ das Internet für ihre wissenschaftlichen Arbeiten zu nutzen. ​
 +Die Möglichkeiten der hausinternen Anlage soll den Bewohnern möglichst ​
 +freizügig zur Verfügung gestellt werden, sofern die Finanzierung, ​
 +die Arbeitsübernahme und die Akzeptanz bei den betroffenen Nutzern gesichert ​
 +sind. In diesem Sinne regelt die Netzwerkordnung den Betrieb als Minimalkonsens.
 +
 +
 +=== § 1 Pflichten der Nutzer ===
 +
 +(1) Die Nutzung ist gebunden an einen verantwortungsbewussten und 
 +rücksichtsvollen Umgang. Sie muß in einem angemessenen Verhältnis zum 
 +wissenschaftlichen Nutzen stehen. Alle anderen Anwendungen sind bei 
 +entstehenden Konflikten abzubrechen. ​
 +
 +(2) Für das Hausnetz gelten sinngemäß die Benutzungsordnung des Bonnet und die 
 +Netikette des Internets. Die Nutzung anderer Netze setzt zusätzlich die 
 +Anerkennung der zuständigen Regelungen voraus. Das Bonnet steht nur 
 +eingeschriebenen Studierenden der Universität Bonn zur Verfügung.
 +
 +(3) Unzulässig sind insbesondere die Nutzung zu kommerziellen Zwecken, die 
 +Weitergabe des Zuganges an Dritte, z. B. über das Telephonnetz,​ das ungezielte ​
 +oder übermäßige Verbreiten oder Abrufen von Daten, das Betreiben ​
 +unbeaufsichtigter Rechner ohne umfassende Stromsparfunktionen sowie 
 +terminunkritischer automatisierbarer Prozesse zu Spitzenlastzeiten,​ die 
 +Änderung der eigenen Netzadresse oder Namens sowie Informationen oder 
 +Protokollheader anderer, der Versuch des Mithörens oder der Einsatz von 
 +Netzmonitoren bzw. Security-Scannern,​ unberechtigt erhaltene Informationen zu 
 +nutzen oder weiterzugeben,​ andere zu schädigen, zu gefährden, zu behindert, zu 
 +belästigen oder dies zu versuchen, sowie den Netzbetrieb durch Unkenntnis oder 
 +Gedankenlosigkeit zu beeinträchtigen. ​
 +
 +(4) Der Nutzer ist verpflichtet,​ mit den Netzverwaltern in Angelegenheiten des 
 +Netzbetriebes zu kooperieren. Die verwendete Hard- und Software sowie Art und 
 +Umfang ihres Einsatzes bedürfen ihrer Zustimmung. Störungen, erkannter ​
 +Mißbrauch oder Angriffe müssen ihnen gemeldet werden.
 +
 +=== § 2 Haftungsausschluss ===
 +
 +(1) Die Nutzung des Netzes geschieht in jeder Hinsicht auf eigene Gefahr.
 +
 +(2) Insbesondere entstehen keine Schadensersatzansprüche aus Netzausfällen, ​
 +Überspannungsschäden,​ Datenmanipulation,​ -verlust oder -mißbrauch auf Rechnern ​
 +des Netzes oder bei Übertragungen sowie der Verwendung falscher oder 
 +fehlerhafter Programme oder Informationen durch den Nutzer oder die 
 +Netzverwalter. ​
 +
 +(3) Alle Nutzer werden aufgefordert,​ auf angeschlossenen Rechnern keine 
 +schützenswerten Daten zu halten und diese nur verschlüsselt zu übertragen ​
 +sowie das Datenkabel bei Gewitter oder längerer Abwesenheit auszustöpseln. ​
 +Alle Betriebssysteme sind unsicher.
 +
 +=== § 3 Netzverwaltung ===
 +
 +(1) Das Studentenwerk überträgt die Verwaltung der Netznutzung der studentischen ​
 +Selbstverwaltung gemäß dieser Ordnung ergänzt durch ihre eigenen Satzungen und 
 +Ordnungen. Die fürs Netz gewählten Funktionsträger haben für Netzsicherheit, ​
 +Betriebsstabilität und Nutzeroptimierung zu sorgen und sind allen Bewohnern ​
 +gegenüber zur Fairness, sowie der Hausversammlung und dem Studentenwerk zur 
 +Rechenschaft verpflichtet. Das Studentenwerk kann sie bei grober ​
 +Pflichtverletzung ihres Amtes entheben und bis zur Klärung durch die 
 +Selbstverwaltung eine Vertretung benennen. Anträge an die Hausversammlung ​
 +bezüglich des Netzes müssen eine Woche vorher ausgehängt werden. ​
 +
 +(2) Die Netzfunktionsträger entscheiden über die Nutzung der Netzresourcen. ​
 +Sie erstellen technische Detailregelungen,​ weisen e-Mail- IP-Adressen sowie
 +Domainnamen zu, prüfen die Einhaltung dieser Ordnung und können die Nutzung
 +einschränken,​ um Konflikte zu vermeiden. Aus technischen Gründen, bei Pflicht-
 +verletzungen gegen §1 und bei Gesetzesverstößen können sie die Sperrung von 
 +Anschlüssen auch ohne Vorwarnung veranlassen. Dabei bleiben dem Studentenwerk
 +straf- und mietrechtliche Schritte unbenommen.
 +
 +(3) Die Netzfunktionsträger und die vom Studentenwerk mit der Wartung des 
 +Netzes beauftragten Firmen sind für die Erfüllung ihrer Aufgaben von 
 +Beschränkungen dieser Ordnung ausgenommen. Jeder Nutzer räumt ihnen das Recht 
 +ein, die dafür nötigen Daten durch die Analyse, Speicherung und statistische ​
 +Auswertung von Protokollheadern zu erheben. Sie haben nicht das Recht, ohne 
 +Zustimmung des Absenders oder des Empfängers die weiteren Inhalte der Pakete ​
 +zu analysieren. Das automatisierte Filtern nach einschlägigen ​
 +Sicherheitsrisiken (z.B. Viren) ist zulässig. Verdachtsmomente auf Verletzung ​
 +der Ordnung sind in Kooperation mit dem betroffenen Nutzer zu klären. ​
 +
 +(4) Einmal zugewiesene Domainnamen bleiben dem jeweiligen Nutzer vorbehalten.
 +Ausnahmen regelt das Studentenwerk. ​
 +
 +(5) Diese Ordnung kann jederzeit durch das Studentenwerk geändert werden. ​
 +Änderungen durch die Hausversammlung erhalten Gültigkeit,​ wenn weder das 
 +Studentenwerk noch das Rechenzentrum Einwände geltend machen. ​
 +
 +**Geändert durch die Netzkonferenz am 30.10.2001 und 22.07.2003**